Dienstag , 17 Juli 2018
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Zu Besuch auf der Post: Christmas Island, Australien


Auf der Christmas Island (Weihnachtsinsel) gibt es nur ein einziges Postamt, dafür aber wunderschöne Briefmarken mit Krebsen, Krabben, seltenen Vogelarten und Weihnachtsmotiven, denn dafür ist das Eiland weithin bekannt.Die 135 km2 große Vulkan-Insel, die zu West-Australien gehört, liegt nur 350 km südlich von Java (Indonesien), aber mehr als 2.600 km nordwestlich von Perth.

Christmas Island war schon öfters hier im Blog, aber heute widmen wir uns ganz dem Geschehen auf der dortigen Post, denn die ist besonders – und schließlich schickt AmLiebstenReisen auch Postkarten an die Familie zu Hause.

Die Insel ist nicht nur wegen ihrer biologischen Vielfalt sehr bekannt, sondern auch philatelistisch: 1958 wurde sie aus Singapur ausgegliedert. Damals erschienen die ersten Briefmarken – australische Freimarken mit Überdruck. 1963 kam dann eine Serie mit Motiven von der Insel heraus. Zwischendurch wurden immer wieder australische Marken verwendet. Erst 1968 kam wieder eine eigene Freimarkenserie heraus – und seit damals auch die alljährlichen Weihnachtsmarken. Die eigene Posthoheit der Christmas Island endete ebenso wie jene der benachbarten Kokos(Keeling)-Inseln 1993. Seit damals tragen die Briefmarken die Landesbezeichnung „Australia“ und sind auch in ganz Australien gültig – ebenso wie die australischen Marken auf der Weihnachtsinsel frankaturgültig sind.

Postoffice-Christmas Island

Postoffice-Christmas Island

Die knapp 2.000 Einwohner – zum Großteil malaysischer und chinesischer Herkunft – brauchen nicht allzu viele Briefmarken, daher gibt es mittlerweile auch keine eigenen Dauermarken mehr. Wer also Zusatzfrankaturen braucht, bekommt australische Marken. Die Postgebühren des Mutterlandes gelten auch auf der kleinen Insel. Alle Briefe und Karten werden mit dem zweimal pro Woche kommenden Flugzeug nach Perth abgeleitet, obwohl auch nach Jakarta eine Flugverbindung besteht. Eine Postzustellung durch Briefträger gibt es übrigens auf der Insel nicht. Wer also kein Postfach besitzt, muss die Post am Amt abholen.

Postoffice-Christmas Island

Im Postamt

Das kleine Postamt nahe des Hauptortes Flying Fish Cove ist übrigens sehr gut ausgestattet. Man kann hier nicht nur zahlreiche philatelistische Produkte – auch von den Kokos- Inseln – kaufen, sondern auch allerlei Papierwaren und Souvenirs. Sammler von eingeschriebenen Briefen kommen übrigens nicht mehr auf ihre Rechnung, da die Post nur noch vorgedruckte Einschreibumschläge in verschiedenen Größen verkauft, mit denen das Porto bereits bezahlt ist. Das heißt, dass diese nicht mehr mit Briefmarken versehen werden müssen. Das gleiche gilt auch für EMS-Umschläge.

Postoffice-Christmas Island

Bunter Brief

Am Postamt „Christmas Island, 6798 Western Australia“ gibt es zwei verschiedene Tagesstempel: den normalen Rundstempel mit Datum, Ort und Postleitzahl sowie den deutlich größeren Zierstempel mit der stilisierten Krabbe. Traditionellerweise gibt es mit der Ausgabe der Weihnachtsmarke auch einen speziellen Stempel „Christmas Greetings from Christmas Island“. Aktuelle Neuigkeiten über das Geschehen rund um das Postamt gibt es auf der herzerfrischenden Facebook-Seite

Europäer verwechseln übrigens die Weihnachtsinsel im Indischen Ozean oft mit jener im Pazifik: Kiritimati (wird ‚Kirismas’ ausgesprochen) ist das größte Atoll von Kiribati. Dort gibt es zwar keine eigenen Briefmarken, aber eines der drei Postämter des mikronesischen Inselreichs.

Postoffice-Christmas Island

Robber Crab – wie der auch hier lebende Palmendieb genannt wird.

Die Christmas Island ist kein traditionelles Urlaubsreiseziel. Da die Insel kaum Stände hat, wird sie auch nicht als Badeziel beworben. Wer hierher kommt, sucht Natur und erfreut sich an der reichen Zahl an seltenen Tieren. Ich habe bisher eine ganze Reihe an Artikeln im Blog publiziert.

Weitere Informationen:

Christmas Island Tourism: logo-christmas islandwww.christmas.net.au/






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