Mittwoch , 25 April 2018

Tafeleisberg vor Elephant Island, South Shetland, Antarctica

So schön und friedlich es hier auch aussieht, so unberechenbar und brutal kann es hier – vor Elephant Island – sein. Diese Sommertage, wie hier auf den Fotos, sind sehr sehr selten. Obwohl die Insel auf vielen Antarktis-Expeditionskreuzfahrten angelaufen werden soll, so gelingt es wegen des schlechten Wetters nur sehr selten. Das Meer, das hier flach und ruhig wie ein Binnensee wirkt, kann zu einer alles verschlingenden Urgewalt werden. Der Grund, warum ausgerechnet Elephant Island heute im Blog ist, ist ein Besonderer: Am Ostermontag, dem 24. April 1916, stach Ernest Shackleton mit fünf seiner Männer von hier aus in See, Mehr lesen »

Valle de los Ingenios (Tal der Zuckermühlen), Trinidad, Kuba

Das Valle de los Ingenios – zu Deutsch „Tal der Zuckermühlen“ – wurde von der UNESCO 1988 gemeinsam mit der Stadt Trinidad zum Weltkulturerbe erhoben. In Mitten der tropischen Wildnis – nur wenige Autominuten von Trinidad entfernt – kann man über die einstigen Zuckerrohrplantagen im Tal blicken. Dieser Landstrich führte zu immensen Reichtum der Großgrundbesietzer und Zuckermühlenbetreiber. Sehr viel ist von den einst riesigen Zuckermühlen mit ihren riesigen Zahnrädern nicht mehr übriggeblieben: Die meisten Herrenhäuser, aber auch die Unterkünfte für die unzähligen Sklaven sowie die Lagerhäuser für das geschnittene Zuckerrohr sind in den beiden Unabhängigkeitskriegen zerstört worden. Übrig geblieben ist Mehr lesen »

Zwei alte Dörfer erwachen wieder: Panayiotis und Tochni, Zypern

Es liest sich wie eine gut erfundene Geschichte: Der Dorfjunge geht weg, verdient mehrere Jahrzehnte lang gutes Geld im Ausland und kehrt eines Tages in sein Heimatdorf zurück. Dort muss er feststellen, dass ein Großteil der Häuser leer steht und alles völlig vereinsamt ist. Er investiert sein Know-how und sein hart verdientes Geld und baut sein Dorf sorgfältig wieder auf. Das ist die Geschichte der Wiederbelebung von Kalopanayiotis im zyprischen Troodos Gebirge. Wie in vielen anderen Ländern auch, hat die Landflucht zu verwaisten Dörfern mit zunehmend verfallenden Häusern geführt. Vor allem jüngere Menschen zieht es in die Städte Nikosia, Larnaca, Mehr lesen »

Torfplaggen-Siedlung Grenjaðarstaður, Island

Islands Norden ist rauh und einsam. Der Frühling zieht nur langsam ins Land – und selbst wenn er dann Mitte Mai da ist, dann kann es immer noch schneien. Die Gehöfte, die hier einzeln verstreut liegen, waren einst wie winzig kleine Dörfer. Mehrere Arbeiter lebten hier rund um die Höfe. Bis 1949 wurde dieser Hof betrben und knapp 10 Jahre später als Museum eröffnet. Die winzige Ortschaft Grenjaðarstaður liegt nordöstlich des Vestmannsvatn und nördlich der Hochebene Múlaheiði und ist heute ein Museum. Das wunderschöne Ensemble besticht durch seine Schlichtheit und durch seine einzigartige Lage. Wie bei vielen Gebäuden aus dieser Mehr lesen »

Zonza, Col de Bavella, Korsika, Frankreich

Der 1.218 m hohe Gebirgspass Col de Bavella verbindet Zonza mit Sari-Solenzara. Und das ist auch der Grund dafür, dass hier mehrere Busse stehenbleiben und man kurz auf eine Kaffeepause geht oder eine nette Ansichtskarte von hier abschickt. Zonza ist reizend. Und Zonza ist einen kurzen Stopp wert. Mit knapp 2.700 Einwohnern ist Zonza eine der typischen kleinen Ortschaften im südlichen Teil der Insel Korsika. Die meisten, die hier Station machen, fahren weiter zu den Aiguilles de Bavella – dem Gebirgszug mit den markanten Granitformationen. Bis 1.860 m ragen diese „Granitnadeln“ in den Himmel. Korsika ist eine großartige Insel mit Mehr lesen »

Dorfstrasse am Sonntag, Pangai, Lifuka, Ha’apai, Tonga

Wie sieht es eigentlich in Tonga abseits der Strände aus? Eine Antwort darauf finden wir hier bei AmLiebstenReisen. Wir befinden uns auf der Inselgruppe Ha’apai nödlich von Tongatapu. Hier geht es sehr beschaulich zu. Zu dieser Beschaulichkeit kommt dann am Sonntag eine noch größere Beschaulichkeit dazu, da alle in der Kirche sind und dann schlafen. Das authentische Bild zeigt also die Dorfstrasse am Sonntag. Völlig vereinsamt und leer. Man sollte allerdings noch anmerken, dass auch unter der Woche hier jetzt nicht gerade extrem viel los ist….aber doch deutlich mehr. Ha’apai ist immer noch ein Geheimtipp….und ein Ort, wo diejenigen hinfahren, Mehr lesen »

Sant Serni de Canillo, Canillo, Andorra,

Andorra ist einer der europäischen Kleinstaaten – in Mitten der Pyrenäen. 90 Prozent der Landesfläche entfallen auf Gebirge und Wald. In zwei Tälern befinden sich mehrere Dörfer. Und durch eines dieser Täler führt auch de Straße von Spanien nach Frankreich. Andorra ist ein Winterferien-Paradies. Unzählige Skilifte führen zu den Pisten. Im Sommer herrscht hier kaum Betrieb. Bei den Spanieren ist Andorra auch noch als Einkaufsparadies bekannt. Denn das Land, das eine der ältesten Verfassungen Europas hat, gilt als Steuerparadies. Canillo ist einer der Wintersportorte – direkt an der Straße nach Frankreich. Das Ortszentrum ist hübsch hergerichtet. Dominant sind die Steinfassaden Mehr lesen »

Kochen mit Ida Cham, Serrekunda, Gambia, Westafrika

Eines der schönsten Erlebnisse bei meinem Aufenthalt in Gambia war der Tag mit Ida Cham. Am Programm stand ein Kochkurs. Genaueres hatten sie mir aber vorab nicht verraten. Als wir zu Idas Haus fuhren, wurde ich mit meinem Guide Mamou sehr herzlich begrüsst. Ida hat im Innenhof ihres offenen Hauses einen Kleiderständer auf dem afrikanische Gewänder hängen. Jeder Gast wird dazu aufgefordert, sein europäisches Gewand gegen ein buntes Shirt zu tauschen. Bei mir war das nicht nötig, denn ich hatte mich bereits bunt in Schale geworfen (auch wenn mein Shirt aus Samoa war). Anschließend fuhren wir mit Ida zum Markt. Mehr lesen »

Tätowier-Kunst, Savaii, Samoa

Das Wort „Tattoo“ hat seinen Ursprung in Samoa/Polynesien. „Tatau“ bedeutet Hautverzierung und das hat hier grosse kulturelle Bedeutung. In der immer noch sehr traditionellen Lebensstruktur – dem „faa Samoa“ – wird das auch noch weit praktiziert. Ich hatte 2003 das große Glück bei einer Familie in Samoa aufgenommen zu werden und bekam so die Möglichkeit, viel zu lernen und zu sehen. Geplant war eigentlich, den Tätowierer bei seiner Arbeit über die Schulter schauen zu können. Doch ausgerechnet an diesem Tag war er nicht da. Dafür konnte ich den Mann besuchen, der im Zuge seines Tätowierungszeremoniells einen Tag zum Ausruhen hatte. Mehr lesen »

Tae-Kwon-Do-Vorstellung, Gangneung, Korea

Immer noch zu den exotischen Reisezielen gehört Südkorea – und das obwohl es ein sehr sehr sicheres Reiseland ist und es zudem sehr viel zu bieten hat. Die koreanische Kultur folgt jahrtausende jahre alten Riten und Gebräuchen. Das alles kennenzulernen ist wirklich ein spannendes Abenteuer. Eine mittlerweile auch bei uns bekannte koreanische Tradition ist die Kampfsportart Tae-Kwon-Do. Wörtlich übersetzt bedeutet sie „Fuss“ (gemeint sind Fusstechniken), „Hand“  (bezieht sich auf Handtechnik) und „Weg“ (das Wort „do“ is eine Abletung des chinesischen Wortes „Dao“). „Der Weg mit Fuss und Faust“ ist als Tradition in Korea selbst allerdings nicht so alt, sondern wurden Mehr lesen »