Mittwoch , 8 Dezember 2021
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Great Harbour Cay, Bahamas aus dem Flugzeug


Wer sagt, dass man aus einem Flugzeugfenster nichts sehen kann, irrt. Ein Beweis dafür ist dieses Bild von Great Harbour Cay aus 12.000 m Höhe. Das Foto entstand auf meiner letzten großen Reise im März 2020. Eine Verkettung unglücklicher Umstände – könnte man das ganze damals nennen. Ich hätte meinen Dienst an Bord der MS BERLIN in Havanna antreten sollen. Doch dann kam Corona so richtig ins Laufen……Und die Behörden in Kuba haben es mir verboten, das Schiff zu betreten. Das hatte sich als Glücksfall herausgestellt (allerdings erst bedeutend später).

Mein lieber Freund Ben hat mir, nachdem das österreichische Außenministerium mich via Email dazu aufgefordert hatte, die Insel zu verlassen, einen Flug nach Europa gebucht. Klugerweise hatte ich mich auf der Website des Außenministeriums für diese Reise angemeldet – da die Geschichte mit Corona immer ärger wurde. Jedenfalls bekam ich den letzten Sitzplatz in einem A330 der unsäglichen Air Caraibes – einer wirklich schrecklichen französischen Billig-Airline. Allerdings war nur noch ein Business Sitz frei – und so hatte ich einen entspannten Rückflug.

Wir sind am Nachmittag von Havanna Richtung Europa gestartet und hatten einen schönen Blick auf die Nordküste Kubas und dann auf die Bahamas. Dabei entstand dieses Foto. Mithilfe von google earth konnte ich die Insel auch genau identifizieren. Die Flugroute führte quer über die Bahamas und weiter über  Bermuda nach Europa. Als wir über Bermuda waren, konnte man nur mehr ein paar Lichter ausmachen, denn die Nacht war hereingebrochen.

Great Harbour Cay – Bahamas

Die Geschichte war mit dem Rückflug nicht zu Ende. Eine Woche nach meiner Ankunft lag ich mit Corona flach und war drei Wochen in Quarantäne. Die MS BERLIN war ohne Passagiere – nur mir Besatzung mehr als 50 Tage auf See. Anlanden durften sie nirgendwo. Die Fahrt endete schließlich in Gibraltar. Alle geplanten Fahrten wurden abgesagt und schließlich kam die Nachricht, dass das Schiff an eine Luxus-Reederei verkauft wurde. Nach einem Totalumbau soll sie in Zukunft als Luxus-Yacht unter der Flagge der Bahamas und dem Namen „Dream Goddess“ fahren.

Für mich und meine inzwischen lieb gewonnenen Kollegen kam der Abschied dann doch überraschend. Meine Lektoren-Verträge für weitere Reisen wurden storniert. Ich hätte zwei Island-Fahrten, eine Norwegen-Fahrt, eine Nordafrika-Exkursion, eine Ostsee-Fahrt und eine Spanien-Kreuzfahrt machen sollen. Zudem wurde ich für eine weitere Transatlantik-Überquerung im Dezember 2020/Jänner 2021 angefragt.

Die Zukunft ist ungewiss – und Corona hat uns in die Knie gezwungen. Die gesamte Reisetätigkeit kam zu einem jähen Ende.






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