Montag , 18 November 2019

Mont Pelée, Martinique, Französische Antillen, Karibik

Eigentlich heisst der Berg „Montagne Pelée“ – was so viel bedeutet wie „kahles Gebirge“. Er liegt auf der Antilleninsel Martinique, die als französisches Überseedepartement ein Teil der EU ist. Der rund 1.400 m hohe Vulkan war Anfang des 20. Jahrhunderts für eine der schlimmsten Naturkatastrophen verantwortlich. Innerhalb weniger Sekunden vernichtete der Ausbruch am 8. Mai 1902 die damalige Inselhauptstadt St. Pierre (die immerhin 7 km vom Gipfel entfernt an der karibischen Küste lag). Zwischen 30.000 und 40.000 Menschen kamen dabei um. Charakteristisch für den Vulkan ist sein dickflüssiges, zähfließendes Magma. Dieses verursacht die Bildung von Propfen in den Schloten. Das Mehr lesen »

Graukopfmöwe im Monkey Park, Serekunda, Gambia

Möwen sind Allesfresser und überall da zu finden, wo es etwas zu fressen gibt. Die rund 80 km Küste Gambias besteht aus einem einzigen -fast nirgendwo unterbrochenem Sandstrand. Noch gibt es vor der Küste des kleinsten Landes Afrikas genügend Fische. Der recht frische Meeresstrom, der von Süden kommend die Küste hochkommt, sorgt dafür. Kühl ist das Wasser hier übrigens nicht wirklich – Gambia ist eine Ganzjahres-Badedestination. Graukopfmöwe (Chroicocephalus cirrocephalus – auch Larus cirrocephalus) lebt in Küstenarealen Afrikas und Südamerikas. Erwachsene Tiere werden bis 40 cm groß und bringen es auf eine Flügelspannweite von bis zu 115 cm. Die afrikanische Variante Mehr lesen »

Küstenreiher, Jozani-Chwaka-Bay-Nationalpark, Sansibar, Tansania

Die Insel Sansibar ist mittlerweile als Reiseziel in aller Munde. Das ist kein Wunder, denn die landschaftliche wie auch die kulturelle Vielfalt ist sehr groß. Naturschützer haben es auch geschafft, den letzten verbliebenen Regenwald mit anschließendem Mangrovenwald zu einem Nationalpark zu machen. Dort leben unter anderem seltene Tier- und Pflanzenarten – wie etwa der Küstenreiher (Egretta gularis schistacea). Diese Reiher besiedlen die Küstenabschnitte des Indischen Ozeans und fühlen sich in den Mangroven durchaus wohl. Dort jagen sie vor allem nach Krebsen, Krabben und kleinen Fischen. Der blaugrau gefärbte Reiher hat sich farblich optimal an die Umgebung angepasst und war sehr Mehr lesen »

Weißbauch-Fregattvogel, Weihnachtsinsel, West-Australien, Indischer Ozean

Fregattvögel findet man überall in den tropischen Regionen. Sie gehören zu den besten Fliegern des Tierreichs, da sie ohne Flügelschlag stundenlang segeln können. Ganz typisch ist ihr Flugbild in Form eines „W“. Fregattvögel sind Räuber und jagen anderen Vögeln ihre Beute ab. In Kiribati findet sich der Fregattvogel in der Flagge und im Wappen. Der Weißbauch-Fregattvogel (Fregata andrewsi) – eine Unterart – gehört allerdings zu den seltensten seiner Art. Sein Brutgebiet liegt auf der Weihnachtsinsel (Christmas island/Western Australia). Er ist ein Endemit. In der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN gilt er als „vom Aussterben bedroht“ (critically endangered). Die Bestände Mehr lesen »

Pelikan, Am Malecon, Havanna, Kuba

Havannas Malecon ist ein tolles Fotorevier und er war auch schon im Blog vertreten. Hier gibt es nicht nur spekatakuläre Ausblicke auf die Stadt, sondern auch flanierende Menschen und dann und wann Überraschungen. Eine solche war etwa dieser Pelikan. Genauer gesagt handelt es sich hier um einen Braunpelikan (Pelecanus occidentalis). Das Meer vor der Küste Havannas ist recht fischreich. Nach beendeter Jagd hat sich dieser stolze Vogel einfach einmal auf eine kurze Pause niedergelassen. Braunpelikane sind übrigens auch bei der Jagd sehr spannend zu beobachten: wenn sie plötzlich im Sturzflug ins Meer tauchen und dort nach Fischen tauchen. Wie alle Mehr lesen »

Sansibar-Stummelaffe, Jozani-Chwaka-Bay-Nationalpark, Sansibar, Tansania

Der mittlerweile sehr seltene Sansibar-Stummelaffe (Piliocolobus kirkii) ist in seiner Heimat unter dem Namen „Red Colobus“ besser bekannt. Von der Weltnaturschutzunion IUCN ist diese Spezies, die auf Sansibar und Pemba endemisch ist, als „critically endangered“ gelistet. Obwohl die Tiere im Nationalpark streng geschützt sind, macht ihnen die Zerstörung des Lebensraumes – das Roden der Waldflächen – zu schaffen. Im Jozani-Chwaka-Bay-Nationalpark befindet sich der letzte unberührte Regenwald der Insel. Für Besucher sind die Affen recht einfach auszumachen, denn eines ihrer bevorzugten Aufenthaltsgebiete liegt in unmittelbarer Nähe zum Nationalparkeingang. Doch ist es nicht einfach, gute Fotos von den Tieren zu machen – Mehr lesen »

Castillo de los Tres Reyes del Morro, Havanna, Kuba

Havanna ist eine der spannendsten City-Destinationen für Fotografen. Die Motive sind scheinbar endlos, denn das pralle Leben läßt sich hier so leicht und unproblematisch einfangen. Es ist eine Stadt voller Widersprüchlichkeiten und Gegensätze. Einerseits ist es ein Meisterbeispiel für das lustvolle Leben voller Musik und Tanz und großartiger Improvisationen für all das, was hier nicht funktioniert. Die Stadt ist heruntergekommen und es gibt Straßenzüge, die wirklich in bedauernswertem Zustand sind. Andererseit ist es geplagt von den Folgen einer Mißwirtschaft, die den Menschen stark zusetzt. Diese Gegensätze vereint die Metropole wie wahrscheinlich kaum eine andere auf dieser Welt. Die beiden Bilder Mehr lesen »

Rentier-Trieb von Samen, nahe Ammarnäs, Nord-Schweden

Einmal im Jahr treiben die Samen ihre Rentiere zusammen und kontrollieren dabei auch den Bestand der Herde. Da die Tiere in der freien Wildnis leben, hat der schwedische Staat eine gewisse Quote an Tieren vorgegeben. Das dient auch zum Schutz vor Flurschäden. Um die Zahl der lebenden Paarhufer konstant zu halten, werden auch Tiere geschlachtet. Ich hatte 2013 die Möglichkeit, dieses Spektakel auf einem Feld nahe der Stadt Ammarnäs (am Polarkreis), zu beobachten. Via Mobiltelefon wurden wir in Kenntnis gesetzt, wann dieser Zusammentrieb erfolgt. Dabei gelangen mir auch ein paar sehr schöne Fotos. Die Samen gehören zu den letzten indigenen Mehr lesen »

Geschichtenerzähler und Guide Lofa Misa, Niue, Südpazifik

Alte Menschen sind für das Überleben der indigenen Bevölkerung lebenswichtig. Sie tragen mit ihrem Wissen wesentliches bei, denn die „Amerikanisierung“ vieler Lebenssräume läßt Traditionen schnell verschwinden. In vielen Ländern, darunter auch auf der Südsee-Insel Niue, waren es kaum schriftliche Aufzeichnungen, sondern mündlich überlieferte Geschichten. Diese erzählen nicht nur Legenden, sondern auch Wichtiges zum Thema Jagd, Landbau und traditionelle Medizin. Die kleine Insel Niue war schon öfters hier im Blog. Immer noch ist das ein Geheimtipp für all jene, die etwas Individuelles suchen – und weg von Touristenpfaden sein wollen. Dort habe ich Lofa Misa getroffen. Er hat mich drei Stunden Mehr lesen »

Massai-Frau mit Baby, Ngorongoro Conservation, Tansania

Die halb-nomadisch lebenden Massai haben mit der Ausdehnung der Siedlungs- aber auch der Naturschutzgebiete ein Problem. Sie dürfen nicht mehr dort siedeln, wo sie es viele Generationen lang durften. Zu den vielfach diskutierten Problemen großer Nationalparks gehört nämlich auch die Zwangsumsiedlung von Indigenen. Naturschutzorganisationen, die die Errichtung von Nationalparks unterstützt haben, wird vorgeworfen, sich nicht genug mit dieser Problematik beschäftigt zu haben. Auch wenn die Serengeti als Nationalpark streng geschützt ist, sollte man die Situation der Massai nicht außer Acht lassen: Innerhalb der Grenzen des Nationalparks dürfen keine Menschen leben. Die tansanische Regierung hat das Problem so gelöst, als man Mehr lesen »