Montag , 22 April 2019
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Yankee Harbour, Greenwich Island, South Shetland Is, Antarctica


Yankee Harbour ist ein kleiner Naturhafen auf Greenwich Island auf den South Shetland Islands. Die Bucht von Yankee Harbour ist wegen ihres Tierreichtums weithin bekannt. Das ist auch der Grund, warum zahlreiche Antarktis-Expeditionskreuzfahrten hier einen Stopp einlegen.

Am Fuss des Berges findet man für hiesige Verhältnisse sogar eine recht üppige Vegetation aus Moosen und Flechten und sogar die beiden Blütenpflanzen-Spezies – Antarktische Schmiele (Deschampsia antarctica) und Antarktische Perlwurz (Colobanthus quitensis)

Yankee Harbour wurde zudem auch von der Umweltschutzorganisation BirdLife als „Wichtiges Vogelschutzgebiet“ bezeichnet. Hier brüten rund 5.000 Paare von Eselspinguinen, Skuas sowie Sturmschwalben. Regelmäßig wird der geschützte Naturhafen auch von Seeelefanten und Robben aufgesucht.
Auf dem Weg von der Antarktischen Halbinsel zurück zu den Falkland-Inseln habe ich Yankee Harbour zu Silvester 2017 besucht. Es war ein wundervoll klarer und warmer Südsommertag. Ich war am äußersten Ende der Bucht – sozusagen als Aufpasser eingeteilt. Die meiste Zeit verirrten sich keine Gäste hierher. Ich konnte nach Herzenslust fotografieren.
Yankee Harbour - South Shetland

Schön erkennbar ist der Naturhafen. Ein fauler Seeelefant hält seinen Mittagsschlaf

Am anderen Ende der Bucht lag eine dicke Eisschicht auf der Insel. Das extrem starke Licht war ohne Sonnenschutz kaum erträglich. Viele meiner Kollegen haben sich hier einen extremen Sonnenbrand eingefangen.

Die Bilder spiegeln die Einsamkeit dieses exorbitant schönen Anlandungsortes Yankee Harbour wider. Leider war es uns nur einmal möglich, diesen Ort anzulaufen. Der zweite Versuch – rund 2 Wochen später – scheiterte wegen Sturm.

Yankee Harbour - South Shetland

Ein einsamer Zügelpinguin zu Besuch

Yankee Harbour - South Shetland

Ein einsamer Eselspinguin

Yankee Harbour - South Shetland

Einsamer Strand mit Eselspinguin

Mein Tipp:

Antarktis-Kreuzfahrten gehören zu den letzten großen Erlebnissen. Sie sind dementsprechend teuer und werden ausschließlich mit kleinen Schiffen durchgeführt. Dabei werden strengste Umweltauflagen eigehalten. Die Anbieter sind allesamt sehr auf hohe Qualität bedacht. Die Philosophie der Veranstalter spiegelt sich im Angebot wider. Lässig und jovial geht es auf den Schiffen der Hurtigruten zu. Wer auf deutsche Gründlichkeit und Präzision steht, wird mit höchstem Komfort auf den Schiffen von Hapag Lloyd bedient. Und schließlich gibt es für alle Frankophilen auch noch Ponant – den französichen Anbieter.

Weitere Spezial-Veranstalter setzen auf noch kleinere Schiffe und bieten mit Expeditionscharakter bestmögliche Einblicke in die antarktische Fauna. Die Preise für diese Reisen sind exorbitant.

 

 






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