Dienstag , 11 Dezember 2018
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Spuren: Boot im Lemaire-Kanal, Antarctica


Ein Boot, das uns auf dem Weg in den Lemaire-Kanal/Antarktis entgegengekommen ist.

Manchmal schien das Wasser in der Antarktis so dickflüssig wie Öl. Aber das hatte nur mit seiner tiefschwarzen oder tiefblauen Farbe zu tun.Es war genauso wie Wasser auch sonstwo. Ich habe sogar davon probiert und es gekostet. Es war salziger als das Meerwasser, das ich zuvor probiert hatte.

Als ich das erste Mal hier unterwegs war, wollte ich wissen, ob man auch andere Schiffe sieht, die hier unterwegs sind. Und einmal hat mir der Expedition-Leader gesagt, dass es mehrere in unmittelbarer Umgebung gab. Wir sahen sie nur nie. Als wir mit der Fram in den Lemaire-Kanal einfuhren und uns der engsten Stelle näherten, kam ein Schlauchboot mit einem Kamerateam entgegen. Ganz langsam fuhr es an uns vorbei.

Das Faszinierende an dem Boot waren seine Spuren in dem von kleinen Eisschollen über und über bedeckten Wasser. Es schien als malte das Boot eine ganze Reihe von Linien ins Meer, die sich dann langsam ausbreiteten. Ein passendes Bild also zum Thema „Spuren“.

 Lemaire Antarctika

Spuren im Meer…..

Ich weiß, warum mich diese Weltregion so anspricht: sie ist völlig sich selbst überlassen – sie ist unbezwingbar und unnahbar. Sie ist unerfassbar. Und wer ihr etwas abgewinnen will, muss sich darauf einlassen.

Die Schönheit liegt in der Vielfalt der Details, der raschen Veränderung der Bedingungen. Die Antarktis  hatte für mich eine nachhaltige Wirkung. Vieles von dem, was ich erlebte, war abgespeichert – und kam nach und nach erst wieder zum Vorschein. Das passiert mir bei Dingen, die eine größere Dimension haben öfters.






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