Mittwoch , 16 Januar 2019
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Antarktis



Winterreise: Cruising in Wilhelmina Bay, Antarctica

Eine Winterreise? Ja in der Antarktis herrscht Sommer – und damit die einzige Jahreszeit, wo man hier herkommen kann. Und es ist atemberaubend schön hier. Der Sommer bringt volles und pralles Leben. Das gilt vor allem für die Küstenregionen, wo unzählige Pinguine und Seevögel brüten und Wale sich so richtig sattfressen. Die weitere Sensation ist die Schönheit dieser Landschaft, die einem sofort einfängt. Hier am Ende der Welt ist man so klein, so winzig und so sehr den Gewalten der Natur ausgesetzt. Antarktika ist die letzte Bastion der Welt – der Kontinent, der als allerletzter entdeckt wurde und der als Mehr lesen »

Weddellrobbe, Antarktis

Die Weddellrobbe (Leptonychotes weddellii) gehört zu den am häufigsten vorkommenden Robben der Antarktis. Wenn man als Gast in diese verlassene Welt eintaucht und auf einer Eisscholle liegt dann plötzlich diese riesige Robbe, dann ist man natürlich entzückt. Es gibt Untersuchungen wie einzelne Tiere auf die Präsenz des Menschen reagieren – und in den meisten Fällen, ist das in der Antarktis problemlos. Die Weddellrobbe hat unser kleines Schlauchboot längst registriert, kurz den Kopf gehoben und hat dann genüßlich weitergeschlafen. Eine No-Problem-Variante also. Die meisten Pinguinarten reagieren ähnlich entspannt. Was bei den brütenden Pinguinen noch dazu wegfällt, ist die Anwesenheit von Skuas Mehr lesen »

Brauner Skua, Half Moon Island, Antarctica

Tiere, die sich nur von Tierbabies oder Eiern ernähren, genießen nicht gerade den Ruf sehr „sympathisch“ zu sein. Das gilt auch für den Braunen Skua, der auch unter dem Namen Subantarktikskua (Stercorarius antarcticus) bekannt ist. Diese Raubmöwe ernährt sich von kleinen Fischen und während der Brutsaison von Pinguinen auch von deren Küken und Eiern. Die Skuas selbst leben auf den Falklandinseln und an der Küste Patagoniens. Wenn man in der Nähe einer Pinguinkolonie ist, ist fast immer auch ein Skua anwesend, der nur darauf wartet, bis ein Pinguin-Elternteil das Nest unbeaufsichtigt läßt. Die Anwesenheit von Skuas macht die Pinguine natürlich Mehr lesen »

Zügelpinguin mit Nachwuchs, Half Moon Island, Antarctica

Während des Südsommers (November bis Feber) blühen die Küsten der Antarktis förmlich auf: Eine unglaubliche Vielzahl an Tieren kommt hierher und feiert Hochzeit und den Nachwuchs. Dazu gehören auch die knapp 80 cm großen Zügelpinguine (Pygoscelis antarctica), die in großen Kolonien hier brüten. Der Zügelpinguin lebt vor allem im Westen und Norden der antarktischen Halbinsel, außerdem auch noch an der antarktischen Küste und auf wenigen subantarktischen Inseln im Südatlantik. Sein charakteristisches Merkmal ist ein schwarzer, schmaler Streifen, der sich vom Hinterkopf über die Kehle zieht – und so aussieht als habe er Zügel um den Hals. Der Bestand wird auf Mehr lesen »

Tafeleisberg vor Elephant Island, South Shetland, Antarctica

So schön und friedlich es hier auch aussieht, so unberechenbar und brutal kann es hier – vor Elephant Island – sein. Diese Sommertage, wie hier auf den Fotos, sind sehr sehr selten. Obwohl die Insel auf vielen Antarktis-Expeditionskreuzfahrten angelaufen werden soll, so gelingt es wegen des schlechten Wetters nur sehr selten. Das Meer, das hier flach und ruhig wie ein Binnensee wirkt, kann zu einer alles verschlingenden Urgewalt werden. Der Grund, warum ausgerechnet Elephant Island heute im Blog ist, ist ein Besonderer: Am Ostermontag, dem 24. April 1916, stach Ernest Shackleton mit fünf seiner Männer von hier aus in See, Mehr lesen »

Spuren: Boot im Lemaire-Kanal, Antarctica

Ein Boot, das uns auf dem Weg in den Lemaire-Kanal/Antarktis entgegengekommen ist. Manchmal schien das Wasser in der Antarktis so dickflüssig wie Öl. Aber das hatte nur mit seiner tiefschwarzen oder tiefblauen Farbe zu tun.Es war genauso wie Wasser auch sonstwo. Ich habe sogar davon probiert und es gekostet. Es war salziger als das Meerwasser, das ich zuvor probiert hatte. Als ich das erste Mal hier unterwegs war, wollte ich wissen, ob man auch andere Schiffe sieht, die hier unterwegs sind. Und einmal hat mir der Expedition-Leader gesagt, dass es mehrere in unmittelbarer Umgebung gab. Wir sahen sie nur nie. Mehr lesen »

Köningspinguin-Kolonie Fortuna Bay, South Georgia

Natürlich habe ich die Fotos schon lange und habe damit auf einen ganz bestimmten Tag gewartet. Diese Bilderserie unterstreicht meine Begeisterung für Südgeorgien (South Georgia) – und es sind die wahrscheinlich allerbesten Bilder, die ich von dort machen konnte. Eines gleich vorweg: diese Fotos sind nicht bearbeitet, sondern sie bilden das ab, was diese sub-antarktische Insel ausmacht. Und dabei kann man auch erkennen, welche atemberaubende Landschaft hier am Ende der Welt vorherrscht. Die Fotos entstanden am Weihnachtstag 2014. Das Wetter war großartig: es hatte +13 Grad und wir hatten den Vormittag in Grytviken/King Edward Point verbracht und sind anschließend Richtung Mehr lesen »

Königspinguine, Fortuna Bay, South Georgia, Antarctica

South Georgia (Südgeorgien) gehört zu den Regionen Antarcticas, wo die größten Königspinguinkolonien leben. Wer diese faszinierenden Tiere also sehen will, muss dorthin reisen. Ich hatte das Glück mit der FRAM zwei Tage lang im Dezember 2014 dort gewesen zu sein. Es herrschte Kaiserwetter mit Temperaturen von plus 13 Grad (eine Art Föhn, die dann zu einem Wetterumschwung führte, der nahezu alle seekrank werden ließ). Königspinguine werden rund einen Meter groß und gehören neben den Kaiserpinguinen zu den größten der Gattung. Das Brutgebiet der Könispinguine erstreckt sich ausschließlich auf die subantarktischen Inseln  – wie etwa Südgeorgien, Macquarie, Crozet und Kerguelen sowie Mehr lesen »

Eisberge und Gletscher in der Antarktis

Mit einer Fläche von rund 14 Mio. Quadratkilometer gehört der Kontinent Antarktika zu den kleineren Erdteilen. Eine Besonderheit an ihm ist, dass er nahezu vollständig von einem Inlands-Eisschild bedeckt ist, das bis zu den Küsten reicht. Dieser Eisschild ist bis zu 4.700 m dick. Sein Volumen wird  auf 26,4 Mio. Kubikkilometer geschätzt. Im antarktischen Inlandeis sind knapp 70 % des Süßwassers der Erde gebunden. Bei einer vollständigen Schmelze würde der globale Meeresspiegel um mehr als 61 m ansteigen. In der Ostantarktis liegt dieses Eis auf einer großen erhöhten Landmasse auf, die man während des Südsommers auch immer wieder zu Gesicht Mehr lesen »

Im Südpolarmeer, South Georgia, Antarctica

Eine Seefahrt im Südpolarmeer ist eine kritische Sache – vor allem wegen des Seegangs. Die „roaring 50s“ – so werden die Gewässer um den 50. südlichen Breitengrad auch genannt. Wissenschaftlich ausgedrückt heisst diese Region die Antarktische Konvergenz. Das Phänomen, dem man hier begegnet, basiert auf dem Zusammentreffen des warmen Meerwassers des Atlantiks mit jenem des kalten Wassers der Antarktis. Für Passagiere eines Schiffes bedeutet das unruhige See – denn anders als vermutet – vermischt sich das kalte Wasser nicht mit dem warmen. An diesem 27. Dezember 2014 war das etwa 350 km südwestlich von Südgeorgien an Bord der „Fram“ der Mehr lesen »