Montag , 17 Juni 2019
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Weddellrobbe beim Sonnenbad, Yankee Harbour, South Shetland, Antarctica


Über Yankee-Harbour, dem Naturhafen auf der Greenwich Island, haben wir hier schon mal berichtet. Es ist ein großartiger Ort um so manche Tiere zu beoabachten. Über manche davon stoplert man fast – weil sie sich so wunderbar in die Landschaft einfügen. Das hat nichts mit der Größe zu tun, wie man bei dieser Weddellrobbe (Leptonychotes weddellii) unschwer erkennen kann.

Der Bulle war sicher 2,5 m lang und brachte mehrere hundert Kilo auf die Waage (im Lexikon steht bis zu 450 kg). Fluchtverhalten kennt das Tier schon alleine deswegen nicht, weil es an Land keine Feinde hat. Im Meer ist sein schlimmster Konkurrent der Schwertwal (Orca). Diese machen Jagd auf die Robben. Weddellrobben sind übrigens gute Taucher und erreichen Tiefen bis zu 600 m. Dabei reicht ihr Lungenvolumen aus, bis zu einer Stunde unter Wasser zu bleiben. In der Antarktis finden sie reichlich Nahrung – in erster Linie Tintenfische, Krebse sowie Dorsche.

Das Verhältnis Mensch und Weddellrobben funktioniert übrigens ganz gut. Ich bin mindestens zwei Stunden lang neben diesem Ungetüm geblieben. Ausser, dass sie mich anfangs angeblinzelt hat, geschah nichts weiter. Die Robbe hat sich zwischendurch im Sand gewälzt und dabei das alte Fell abgestossen. Und irgendwann einmal war sie dann plötzlich weg – ein stiller und leiser Abschied.

Weddell Robbe - Yankee Harbour

Wen juckt es hier?

Weddell Robbe Yankee Harbour

Die erste Kontaktaufnahme mit Blick in die Augen

Mein Tipp:

Antarktis-Kreuzfahrten gehören zu den letzten großen Erlebnissen. Sie sind dementsprechend teuer und werden ausschließlich mit kleinen Schiffen durchgeführt. Dabei werden strengste Umweltauflagen eigehalten. Die Anbieter sind allesamt sehr auf hohe Qualität bedacht. Die Philosophie der Veranstalter spiegelt sich im Angebot wider. Lässig und jovial geht es auf den Schiffen der Hurtigruten zu. Wer auf deutsche Gründlichkeit und Präzision steht, wird mit höchstem Komfort auf den Schiffen von Hapag Lloyd bedient. Und schließlich gibt es für alle Frankophilen auch noch Ponant – den französichen Anbieter.

Weitere Spezial-Veranstalter setzen auf noch kleinere Schiffe und bieten mit Expeditionscharakter bestmögliche Einblicke in die antarktische Fauna. Die Preise für diese Reisen sind exorbitant.






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