Freitag , 7 Oktober 2022
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Conch on Balcony, Carriacou, Grenadines of Grenada, Karibik


Die Große Fechterschnecke Strombus gigas ist das Wappentier vieler karibischer Inseln. Die massiven Schnecken mit ihrem schwerem Gehäuse gehören auch zu den größten Spezialitäten der karibischen Küche (wobei in erster Linie die Locals selbst dieses doch recht zähe Fleisch mögen). Dieser Umstand hat dazu geführt, dass die Fechterschnecke, die von den Bermudas über Florida bis zur Küste Venezuelas einst weit verbreitet war, heute vielerorts vom Aussterben bedroht ist. So sind etwa die Bestände in Florida streng geschützt und auch auf anderen karibischen Inseln wurden Maßnahmen zum Schutz der Tiere unternommen. Dazu zählen etwa Größenbeschränkungen oder auch Schonzeiten. Hochrechnungen von Ökologen haben ergeben, dass jährlich zehn bis 15 Millionen solcher Großen Fechterschnecken verzehrt werden.

Um zur vollen Größe von 30 cm heranzuwachsen, braucht ein Tier drei bis vier Jahre. Fechterschnecken können ein Alter von etwa 25 Jahren erreichen. Inzwischen ist Strombus gigas – so der lateinische Name – durch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen geschützt. Wer heute mit einem Gehäuse bei der Einreise in dei EU ohne Dokument erwischt wird, kann mit saftigen Strafen rechnen.

Das heutige Bild stammt von der Grenadineninsel Carriacou. Ich habe es auf der Terrasse eines kleinen Hotels aufgenommen. Die Besitzer hatten im Garten eine ganze Sammlung aufgeschlagener Fechterschnecken. Als Fotomotiv eignete sich das Gehäuse jedenfalls hervorragend.

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Ich habe dieses Bild auch deshalb gewählt, weil ich meinen Reisefreunden unbedingt davon abraten will, diese – und auch andere große Schnecken- und Muscheln nach Hause zu bringen. Besonders schlimm finde ich es, wenn Tiere nur aus Sammlergründen gefangen und getötet werden. Seit Jahren plädieren in der Karibik Umweltschützer dafür, strengere Ausfuhrregeln zu erlassen. Vor einigen Jahren gab es von Seiten der Regierung der British Virgin Islands ein „Save The Reef“-Projekt, bei dem ein Fotowettbewerb zum Schutz der Unterwasserwelt stattfand. Ich habe mit meinem Bild der Großen Fechterschnecke damals einen Preis gewonnen: Mein Foto wurde als Briefmarkenmotiv verwendet.

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