Donnerstag , 18 April 2024
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Kinderhilfswerk NPH veranstaltet Reisen zu Kinderdörfern


Ich habe am Anfang einmal in meinem Blog erwähnt, dass Reisen immer mit menschlichen Begegnungen zu tun hat – und dass dies die eigentliche Sensation des Reisens ist. Seit zwei Jahren kenne ich die Organisation „NPH Österreich– Nuestros Pequeños Hermanos“ durch eine ehemalige pressetext-Kollegin, die dort arbeitet. Im Vorjahr war seitens dieser Hilfsorganisation eine Spenderreise nach Nicaragua und Honduras geplant. Die Reise, die ich als Redakteur begleiten sollte, fand nicht statt, weil es zu wenige Anmeldungen gab. Doch glücklicherweise hat die Hilfsorganisation auch hier nicht aufgegeben, sondern 2014 wieder einen Versuch gestartet, eine solche Reise auszuschreiben – und diesmal ist es auch gelungen! Paten-Reisen sind wichtig, weil sie zur Transparenz einer Non-Profit-Organisation beitragen. Um es gleich vorweg zu nehmen:  Natürlich sind diese Reisen von den Paten selbst zu bezahlen. Ich habe mich bereit erklärt, einen kurzen Beitrag über NPH Österreich zu verfassen und diesen hier zu publizieren, obwohl ich nicht in Honduras und in Nicaragua war – und leider 2014 auch nicht mitfahren kann.

NPH-Titel

Das Kinderhilfswerk NPH ist in Mittelamerika tätig

NPH Österreich: Reise zu Patenkindern nach Mittelamerika

Einmal im Jahr will die Kinderhilfsorganisation NPH Österreich– Nuestros Pequeños Hermanos – eine Reise zu ihren Kinderdörfern in Mittelamerika durchführen. Kinderhilfe ist zweifellos ein wichtiges Anliegen, doch kommen die Spendengelder auch dort an, wo sie eigentlich hingehören? „Durch Kinderdorfreisen werden Spenden transparent gemacht“, erklärt mir NPH Österreich-Geschäftsführer Wolfgang Martinek. „Damit kann jeder Spender ganz deutlich sehen, wo und wie das eigene Patenkind lebt und damit auch, wo das Geld hingeflossen ist.“  Zudem sei man bei NPH Österreich bemüht, extrem effizient zu arbeiten und die Verwaltungskosten, die derzeit bei knapp 7,9 Prozent liegen, so niedrig wie möglich zu halten. „Geplant ist es, jährlich eine Reise zu Kinderdörfern anzubieten. In diesem Jahr geht die Reise nach Honduras und Nicaragua.

„In den beiden Kinderdörfern arbeiten unter anderem auch österreichische Physiotherapeutinnen und andere Volontäre aus unserem Land“, erzählt Martinek. Ausgeschrieben wird die Reise für alle Interessierten, Schwerpunkte sind natürlich die Besuche bei den Patenkindern, schließlich gehe es auch darum, den Besuchern den Tagesablauf in einem Kinderdorf näherzubringen. Insgesamt sechs PatInnen aus Österreich werden die Kinderdörfer sowie die Hilfsprojekte Samaritano und Pasos Pequeñitos in Nicaragua und Honduras zum ersten Mal persönlich sehen. „Als Familie unterstützen wir NPH bereits seit Jahren. Diese Reise bietet die ideale Gelegenheit, unsere Patenkinder, die Einrichtungen von NPH und die beiden Länder auch persönlich kennenzulernen“, meint der Pate Gerhard Pötsch.

Österreich-finanziertes Therapiezentrum in Nicaragua eröffnet

Ein Schwerpunkt von NPH ist das 1994 gegründete Kinderdorf in Nicaragua mit dem „Proyecto Samaritano“, das von österreichischen Volontärinnen vor vier Jahren ins Leben gerufen wurde und Kinder mit Behinderung fördert. Ende August 2014 wurde ein neues Therapiehaus fertiggestellt, das ausschließlich aus österreichischen Spenden finanziert wurde. Der bisherige Therapieraum im Krankenhaus in Moyogalpa auf der Insel Ometepe war zu klein und unzureichend ausgestattet.

Nicaragua-Kinderdorf

Das NPH Kinderdorf Casa Padre Wasson in Nicaragua

Honduras-Kinderdorf

Das NPH Kinderdorf Rancho Santa Fe in Honduras

In Honduras steht unter anderem ein Besuch der NPH-Kindertagesstätte „Pasos Pequeñitos“ (= Kleine Schritte) in einem Vorort der Hauptstadt Tegucigalpa am Programm. „Dort unterstützen wir Frauen, indem wir kostenlos auf ihre Kinder aufpassen, während sie den Lebensunterhalt für ihre kleinen Familien verdienen. Die jungen Frauen arbeiten in Jobs, in denen sie so wenig verdienen, dass sie sich eine eigene Kinderbetreuung nicht leisten können“, so Martinek.

„Fast 13.000 Menschen profitieren jährlich von den Hilfsleistungen der NPH-Projekte in Nicaragua und Honduras“, erklärt Martinek. Dabei sind NPH-Kinderdörfer wie kleine Gemeinschaften mit Wohnhäusern, Kindergärten, Schulen, Lehrwerkstätten, Krankenstationen, therapeutischen Einrichtungen für Kinder mit Behinderung sowie eigener Land- und Viehwirtschaft zur Selbstversorgung organisiert.

Auf http://www.mygoodshop.org/blog/at/category/kinderdorfreise2014 können die Stationen sowie die Eindrücke während der Reise miterlebt werden. Zusätzlich werden die Moderatorin Ana María Garcia und der Produktionsleiter Alejandro Peña von LatinoTV die Reise begleiten und dokumentieren. Ein Beitrag über die Reise wird im Jänner 2015 auf LatinoTV – einer Beitragsreihe auf OktoTV – zu sehen sein.

Weitere Informationen über NPH Österreich http://www.nph-oesterreich.org und das „Proyecto Samaritano“ http://proyectosamaritano.wordpress.com

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