Freitag , 19 April 2019
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Kulinarik-Reise durch Skåne, der Kornkammer Schwedens


Kompromisse in Sachen Nachhaltigkeit geht der Bauer und Unternehmer Rolf Axel Nordström von Ängavallen http://angavallen.se keine mehr ein. Mittlerweile wird die 220 Hektar große Landwirtschaft im Süden Schwedens – genauer gesagt in Vellinge südlich von Malmö gelegen – zu der ein Restaurant, ein Hotel, ein Konferenzzentrum sowie ein Ladengeschäft und ein Partyservice gehören, durchwegs nach diesen Kriterien betrieben. Dabei ist Nordström sogar noch strenger als das schwedische Öko-Label KRAV.„Wer bei uns Gast ist, wird die hohe Qualität sehr schnell schmecken“, erklärt Nordstörm. Sein Grundsatz lautet ganz einfach, dass sich der Mensch ins Gleichgewicht Natur, wenn überhaupt, nur ganz wenig einmischen sollte. „Da wir das geschlossene System – vom Samenkorn bis hin zum fertigen Menü – in unserer Hand haben, können wir zu 100 Prozent Ökologie garantieren“, ergänzt er. Nordström als Mastermind von Ängavallen hat mit dieser Philosophie schon zahlreiche Auszeichnungen einheimsen können. „Von überall her kommen Menschen, die sich das Konzept anschauen“, erklärt der sympathische Nordström, der gerne auch über die globale Nahrungsherstellung diskutiert.

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Rolf Axel Nordström und seine glücklichen Schweine

Natürlich aufgezogene Tiere und Pflanzen

Was am Ängervallen Hof sofort auffällt, ist das große Platzangebot – nicht nur für Menschen, sondern auch für Tiere –insbesondere für Rassen wie Rödkullekuh, Waldschaf und Linderödschweine. „Ich kann es nicht verstehen, dass einem Schwein in der Massentierhaltung gerade einmal 0,9 Quadratmeter zur Verfügung stehen“, meint er kopfschüttelnd. Seine Tiere läßt er – wie es ihrer Natur entspricht – das ganze Jahr im Freien. „Auch Kuh und Kalb bleiben zum Beispiel so lange zusammen, wie sie es selbst wollen und die Schweine dürfen auf den Feldern wühlen – dabei helfen sie uns nebenbei auch noch, die Felder distelfrei zu halten“, erklärt der umtriebige Unternehmer, der gerne seine Gäste durch seinen Betrieb führt. „Wir setzen natürlich auch nur auf Sorten und Arten, die in unseren Breitengraden aus eigener Kraft gedeihen – das gilt für Tiere ebenso wie für das Urgetreide.

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Friedliche Koexistenz: Historische Gebäude und Rinder auf der Weide

Arbeitgeber in einer ländlichen Region

Nordström beschäftigt auf seinem Hof und den dazugehörenden Betrieben insgesamt 21 Mitarbeiter. Im Vergleich dazu sind am Nachbarhof, der auf konventionellen Landbau setzt kaum mehr Menschen beschäftigt. Hier wird das meiste von Maschinen erledigt. Für Nordström ist aber noch lange nicht Zeit, sich auf den Lorbeeren auszuruhen. In Zukunft soll neben der bisher bestehenden Käserei, Bäckerei und Metzgerei auch noch eine Brauerei hinzukommen. Der Erfolg gibt dem Unternehmer bis jetzt recht, denn der respektvolle Umgang mit der Natur hat Nordström neben den Auszeichnungen auch noch den Bekanntheitsgrad von Ängavallen vergrößert.

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Idylle in Skåne – die Flagge der Provinz verrät den Stolz auf die Heimat

 

„Bei uns wächst zwar alles etwas langsamer, aber dafür schmeckt es auch sehr viel besser“, zeigt sich Nordström überzeugt. „Qualität braucht genau diese Zeit, die sie eben braucht. Und genau diese bekommt sie auch bei uns. Für das beste Essen braucht man die besten Zutaten, und die haben wir. Das sehen nicht nur wir so, sondern auch Gäste und professionelle Kritiker.“ Nachhaltigkeit spielt auch bei den Produkten, die Nordström nicht selbst herstellen kann, eine entscheidende Rolle. „Unseren Gästen im Restaurant servieren ausschließlich Bio-Biere und ökologisch zertifizierte Weine. Wenn du unsere Spezialitäten gekostet hast, weißt du wovon ich spreche – das gilt sowohl für das Fleisch als auch für den Wein“, erklärt der Gourmet lächelnd.

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Kochkurs für Anfänger oder wie man eine Salami herstellt

Kulinarisches Schonen

 

Die südlichste Provinz Schwedens, Schonen, ist die Kornkammer des Landes. Die fruchtbaren Böden und das milde von der Ostsee beeinflußte Klima begünstigen Ackerbau und Viehzucht. Seit einigen Jahren stehen vor allem nachhaltig hergestellte Produkte im Zentrum des Interesses. Diesem Trend folgen immer mehr Bauernhöfe aber auch Restaurants und Cafés. Um dem Endkunden eine bessere Idee über die Herkunft von Essen zu geben, veranstalten David und Erica Lindegren so genannte „Food Hikings“, bei denen man nicht nur viel über die einzelnen Tiere –wie etwa Kühe und Schweine erfährt, sondern auch über die reiche Geschichte von Sinarpsdalen im Nordwesten von Skåne nahe der Stadt Båstad. http://www.matvandring.se

 

Neben den zahlreichen Bio-Bauern gibt es im Mikroklima von Schonen neuerdings auch einige Weingüter wie etwa Hällåkra Vinyards http://www.hallakra.com . Der kleine Ort Kivik, auf der malerischen Halbinsel Österlen, gilt als Heimatstadt des Apfels. Aus den Früchten werden nicht nur Säfte sondern auch Cider hergestellt. In Kivik befindet sich auch die Fisch-Handlung und daran angeschlossen das Fischresaturant Buhres http://www.buhresfisk.se . Die dort angebotenen geräucherten Fische sind in ganz Skåne eine Begriff. Auch hier setzt man in erster Linie auf lokal gefangenen Fisch.

Mein Tipp:  Der Süden Schwedens – also die hier beschriebene Provinz Skåne (Schonen) ist ein wunderbares Reiseziel mit sehr vielen Sehenswürdigkeiten. Als Krimi-Fan sei natürlich Henrik Mankells Wallander erwähnt, der in Ystad arbeitet und lebt – und auf dessen Spuren man sich auch begeben kann. Die hier erwähnten kulinarischen Höhepunkte sind nur ein Bruchteil der großen Auswahl in dieseer Provinz. Weitere Informationen findet man auf den Webpages des Fremdenverkehrsamtes-

Weitere Informationen: http://www.guide.visitskane.com und  http://bit.ly/1ov3uVc

 






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