Samstag , 15 August 2020
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Ruhende Frau, Kunstmuseum Liechtenstein, Vaduz


Der kolumbianische Maler und Bildhauer Fernando Botero ist einer der bekanntesten bildenden Künstler Südamerikas. Bekannt geworden, ist mit seiner Darstellung von überdimensioniert dicken Figuren, die grotesk-naiv – mit aufgeblähten Körpern im Raum stehen. Er versteht diese als Symbole einer degenerierten Kolonialbourgeoisie.

Boteros überdimensionale Skulpturen sind immer wieder als Feiluftobjekte im öffentlichen Raum zu sehen bzw waren Teil von Ausstellungen oder Sonderschauen – so auch vor dem Kunstmuseum Liechtenstein in Vaduz.

Großes Aufsehen erregte der Künstler 2006 mit einer Serie von Bildern, die Gefolterte im US-Militärgefängnis Abu Ghureib in der irakischen Hauptstadt Bagdad zeigten. Hier waren die dicklich-naiven Figuren plötzlich nicht mehr niedlich, sondern waren Zeitzeugen einer apokalyptische Düsternis – nämlich die der sadistischen Misshandlungen von irakischen Gefangenen Ende 2003, die erst ein paar Monate später zufällig ans Licht kamen.

Auch drei Jahre danach wollte keine Galerie in den USA diese Kunstwerke ausstellen. Die Bilder wurden dann in der privaten Marlborough Gallery in New York gezeigt. Die Vernissage fand damals an dem Tag statt, als der damalige Präsident George W Bush ein umstrittenes neues Gesetz zum Umgang mit Kriegsgefangenen mit den Worten abzeichnete: „Die USA foltern nicht.“

Vaduz Liechtenstein

Boteros ruhende Frau

Vaduz - Liechtenstein

Mit den Füßen voran…..

Vaduz Liechtenstein

Weitere Informationen: Kunstmuseum Liechtenstein und Tourismus.Liechtenstein






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Ein Kommentar

  1. Für alle Botero-Fans besonders beeindruckend ist im Zentrum von Medellin die Plaza de las Esculturas (auch Plaza Botero) mit ca 20 großen Statuen Fernando Boteros https://peterstravel.de/medellin-die-innovativste-stadt-der-welt/
    Ich war begeistert!

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