Samstag , 15 August 2020
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Skulpturen „Die Flüchtlinge“, Kopenhagen, Dänemark


Manchmal gerate ich an Sachen, die mir im Moment, da ich sie entdecke, noch nicht völlig bewusst sind. Allerdings bekommen manche davon eine ganz spezielle Eigendynamik – wie diese beiden Bilder, die in Kopenhagen entstanden sind.

Trotz mehrfacher Recherchen konnte ich nichts über diese Skulpturengruppe und ihren Erschaffer in Erfahrung bringen. Die Brisanz des Themas macht dieses Kunstwerk im öffentlichen Raum allerding mehr als zeitrelevant. Vielleicht gibt es die Skulpturen auch gar nicht mehr an dem Platz – mitten im Kanal. Vielleicht hat dieses Bild, das diese Figuren so gnadenlos ehrlich ins Bewußtsein rufen, heute keinen Platz mehr.

Wenn ein designierter Bundeskanzler damit reüssiert, nach jedem dritten Satz die Flüchtlingsproblematik anzusprechen und damit stärkste Kraft im Land wird, dann ist das durchaus vorstellbar – auch wenn die Skulpturen in Dänemark stehen und der rückgratlose Politiker ein junger Österreicher ist.  Das Unbehagen, das damit ausgelöst wird, ist groß – und trifft offensichtlich auch Menschen, die davon gar nicht betroffen sind.

Kopenhagen

Flüchtlingsskulptur

Kopenhagen - Dänemark

Am Liebsten Reisen versteht sich als weltoffene Plattform – und als völkerverbindend. Wir stellen das „Zusammen“ in den Vordergrund und nicht das, was uns voneinander trennt. Ich habe in diesem Zusammenhang schon einmal erwähnt, dass ich noch nie einen Menschen getroffen habe, der aus Jux und Tollerei – einfach so – seine Heimat verlassen hat. In anderen Ländern ist das Heimatbewußtsein noch viel stärker ausgeprägt als bei uns.

Und seit Jahrtausenden haben Menschen den Planeten Erde besiedelt und sind gewandert – vor allem dann, wenn es irgendwo anders bessere Erfolgsaussichten gab. Bewohner der Industriestaaten tun das immer noch – sie kaufen sich Häuser und Grundstücke – egal auf welchem Erdteil – und fahren dann dorthin. Plötzlich klopfen Menschen an unsere Türen, die aus Ländern kommen, in denen die Industrienationen einst als Kolonialherren alles auf den Kopf gestellt haben und dann das Trümmerfeld hinterlassen haben und einfach gingen……






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