Freitag , 7 Oktober 2022
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Seychellen – Die Wahrwerdung eines Traumes


Seit ich ein Kind bin, will ich auf die Seychellen. Die Bilder, die ich schon damals als 13-jähriger sah, hatten es mir angetan: diese üppigen Farben des Regenwaldes, die reinweißen Sandstrände und diese gewaltigen grauen Granitfelsen, die teilweise so aussehen als hätte sie ein Bildhauer kunstvoll dorthin drapiert. Zu dem damaligen Zeitpunkt wußte ich nicht, dass die Seychellen vor 700 Millionen Jahren – als der Urkontinent Gandwana zerfiel, geboren wurden. Damit sind die Inseln selbst wesentlich älter als das Meer, das sie umspült. Diese Tatsache führte dazu, dass sich hier Tiere und Pflanzen entwickeln konnten, die es nirgendwo sonst auf dieser Welt gibt. Zu diesen endemischen Arten zählen etwa die vielen verschiedenen Eidechsen, die Riesenschildkröten und die weithin bekannte wundersame Coco-de-Mer.

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Eine Kokosnuss wie ein Popo

Es sollten noch einige Jahre vergehen, ehe ich die Seychellen das erste Mal besuchen konnte. Eines interessierte mich dabei aber von Anfang an. Und das war die Frage, wo denn diese unfassbare Coco-de-Mer, deren weiblicher Samen so aussieht als hätte ein Bildhauer ein weibliches Becken herausgemeißelt, tatsächlich wächst. Lange Zeit glaubte man, dass diese Frucht von einer Pflanze auf dem Grund des Meeres gedeiht. Bis man schließlich entdeckte, dass sie ausschließlich auf den Inseln Curieuse und im Vallée de Mai auf Praslin zu Hause ist. Heute gehört dieser Nationalpark zu den beliebtesten Reisezielen der Seychellen. Und mit einem guten Führer bekommt man dann eine Seychellen-Kokospalme zu Gesicht, die eventuell sogar einen weiblichen und männlichen Samen trägt. Dieser sieht übrigens aus wie ein Penis. Wer ein paar tausend Dollar übrig hat und auch bereit ist, für das Übergepäck zu zahlen – die Samen wiegen bis zu 30 kg – kann eine solche Coco-de-Mer auch kaufen. Allerdings ist eine Ausfuhr nur mit amtlichem Zertifikat erlaubt, denn der Reifungsprozess dieser Nuss dauert sieben Jahre. Hier im Paradies läuft eben alles in einem etwas gemütlicheren Tempo ab. Und da wären wir schon beim eigentlichen Hauptthema – dem Erholungswert der Seychellen.

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Für jeden Geschmack ein Eiland

 

Die inneren Seychellen bestehen aus der Hauptinsel Mahe mit der Hauptstadt Victoria und den zwei größeren Inseln Praslin und La Digue sowie den exklusiven Resort-Inseln Silhouette, Fregate, Cousin und Cousine und Bird-Island. Apropos Größe: die gesamte Landfläche der Republik der Seychellen beträgt rund 450 km2 – das entspricht in etwa jener von Wien. Doch auf dieser winzigen Landfläche befinden sich vier der zehn weltbesten Strände – gewählt von internationalen Reiseexperten. Zum schönsten wurde Anse Lazio auf der Insel Praslin gekürt. Ein perfektes Setting – von der Farbe des Meeres, über die Feinkörnigkeit des weißen Strandes bis hin zur Vegetation am Strand selbst. Doch das ist nicht der einzige ausgezeichnete Strand des Archipels – Anse à la Mouche und Anse aux Pins sind zwei solcher Strände auf der 30 km langen und acht Kilometer breiten Hauptinsel Mahé. Hier liegt übrigens auch die putzige Inselhauptstadt Victoria mit dem Mini-Big-Ben, der die Verbundenheit zur einstigen Kolonialmacht Großbritannien aufzeigt. Absolut sehenswert ist übrigens der Markt, wo man die herrlich duftenden Vanillestangen kaufen kann.

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Praslin – mit seinem Vallée de Mai – ist wie schon erwähnt der „Garten Eden der Seychellen“ – und auch deutlich ruhiger als Mahé. Neben dem prämierten Strand Anse Lazio gilt der Anse Kerlan als Geheimtipp. Hier ist es so friedlich, dass sogar die Meeresschildkröten hierher kommen, um ihre Eier abzulegen. Der Sand auf der Anse La Farine ist so feinkörnig, dass man ihn mit Mehl vergleichen kann.

La Digue: Das entschleunigte Paradies

Schon Praslin ist in ihrer Gangart langsamer als die Hauptinsel Mahé. La Digue ist jedoch die Steigerung dieses „insulären Laisser-faire“. Hierher kommt, wer Ruhe und Abgeschiedenheit sucht und ein kleines bisschen Abenteuerlust mitbringt. Es gibt nur eine handvoll Autos. Der Rest des Verkehrs erfolgt mit Ochsenkarren und Fahrrädern. Leihwägen gibt es nicht. Auf knapp 40 km2 bietet La Digue Wanderwege, Nature-Trails und Weltklasse-Strände wie die Anse Source d’Argent – Granitblöcke, die an Plastiken von Henry Moore erinnern, säumen den puderzuckerweißen Sandstrand. Mit schlanken Palmen im Hintergrund und dem gleißenden Licht der Sonne bietet sich hier alles, wofür die Seychellen ihren Weltruhm genießen: das verloren geglaubte Paradies auf Erden.

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Ein schwerer Abschied

 

Wer sich mit dem Seychellen-Leben und sich mit einigen der unglaublich lieben Menschen angefreundet hat und vielleicht sogar noch ein paar Brocken „Seychellois“ – der kreolischen Sprache, die ein Patois aus Französisch und Englisch ist – gelernt hat, wird zum Abschied Tränen in den Augen haben. Es sind zu viele schöne Bilder, die sich einem hier ins Gedächtnis brennen: das kristallklare Wasser, die bunten Fische, die üppigen Grüntöne des Regenwaldes und die unglaublich weißen Sandstrände. Wenn man vor der Rückreise das letzte Mal seine Zehen in den warmen Sand gesteckt hat, wird der Wunsch wach, noch einmal hierher zurück zu kommen. Das wird dann eine andere Geschichte. Und die erzähle ich später einmal.

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Weitere Informationen:  Seychellen Fremdenverkehrsamt

 

Mein Tipp:FTI Touristik

Reiseveranstalter FTI hat ein sehr breitgefächertes Seychellen-Angebot. Es gibt auf allen drei Inseln – Mahé, Praslin und La Digue  – eine Vielzahl von Unterkünften. Ein Insel-Hopping ist natürlich auch möglich.

 

Kempinski Seychelles Resort*****

Baie Lazare, Insel Mahé,

Hotelbeschreibung

7 Nächte im Doppelzimmer (Bergblick) mit HP

Linienflug ab/bis Wien oder München mit Emirates

Inkl. aller Transfers

 

ab € 2.288,-

pro Person

Pauschalpreise pro Person in EUR:
06.10.09.10.13.10.16.10.20.10.23.10.
Wien2.5192.8662.4342.6272.2963.012
München2.3672.4742.3672.5972.2882.459
       

 

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