Donnerstag , 22 August 2019
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Namibia: Von einer Reise ins Land ohne Wasser


„Ich habe Berge, Täler, Ebenen, Sümpfe, Seen, Flüsse, Mangroven, tropische Inseln, Savannen, Steppen, Regenwälder und gesehen, aber selten hat mich eine Region derart fasziniert wie die unendlichen Wüsten Namibias. Selbst in dieser Einöde ist die Natur verschwenderisch reich“, habe ich einer Freundin auf einer Postkarte geschrieben. Namibia ist fantastisch, großartig und vielfältig. 3.000 Kilometer bin ich mit meinem Mietwagen gefahren – einen beträchtlichen Teil davon habe ich auf Schotterpisten und Sandstraßen zurückgelegt.

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Am Nachmittag in der Namib-Wüste

„Es ist unwirtlich hier, weil es seit Jahrzehnten nicht mehr geregnet hat“, erklärt mir Sonia, meine Führerin durch den Petrified Forest Nationalpark. Eigenartig, dass gerade in dieser Region die älteste auf der Erde lebende Pflanze gedeiht: Die Welwitschie – benannt nach dem österreichischen Afrika-Forscher und Botaniker Friedrich Welwitsch – sieht so aus, als wäre jemand in einen Blumentopf getreten und hätte das darin befindliche Gewächs zerstört. Die Pflanze ist eine Überlebenskünstlerin, die einfach zu wachsen aufhört, wenn die Bedingungen schlecht sind und weiterwächst, wenn sie sich bessern. So schafft sie 2.000 Jahre. Irgendwie passt sie perfekt in die älteste Wüste der Erde.

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Wildpferde in der Namib-Wüste

Die beste Reisezeit für Namibia ist der Südsommer, wenn die Temperaturen nachts auf zehn Grad abkühlen und die Sonne die Tage auf 25 Grad erwärmt. „Das Verrückte an diesem Land ist, dass es täglich mit neuen Sensationen aufwartet“, erklärt mir ein deutscher Tourist, den ich im Etoscha-Park knapp vor dem Ende seiner Reise begegne. Zu diesem Zeitpunkt beginnt meine eigene Fahrt erst. Irgendwie ist alles hier rekordverdächtig, denke ich mir als ich die 180 km Staubstraße durch den Etoscha Park fahre und Stück für Stück all jenen Tieren begegne, die man aus dem Zoo kennt. Aussteigen darf man nicht – außer am Parkplatz einer Stichstraße ins Herz der Salzpfanne.

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Etosha-Nationalpark: Wenn das Nashorn die Straße überquert, dann müssen die Autos warten.

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Etosha: Elfenatenherde kommt aus dem Busch

Zwei Tage später rollt mein Auto in Richtung Atlantik. Der kalte Benguelastrom sorgt hier nicht nur für Fischreichtum, sondern auch dafür, dass die Wüste unmittelbar am Sandstrand endet – ganz ohne Grünstreifen. Die frische Meeresbrise sorgt für gute Luft. Hier tummeln sich Seehunde, Delfine und gelegentlich sogar Wale. Swakopmund mit seinem rotweißen Leuchtturm ist die deutscheste Stadt Afrikas. 31 Jahre lang war das Land deutsche Kolonie bis 1915 die Briten übernahmen. Zahlreiche Bauten zeugen von der deutschen Präsenz und die Nachkommen der Kolonialherren sprechen heute immer noch deutsch.

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Der ehemalige Bahnhof von Swakopmund ist heute ein Luxushotel

Als ich Swakopmund und dem Ozean den Rücken kehre, führt mich der Weg wieder in die Wüste. Ich begegne – auf dem Weg zu den Sanddünen von Sossusvlei – Wildpferden, Oryx-Antilopen und Vogel-Strauße. Spektakuläre Sonnenuntergänge und ein Firmament mit Millionen von Sternen gehören schon fast zum Alltag. Sossusvlei ist noch eine weitere Steigerung der unglaublichen Kulisse. Drei Nächte verbringe ich in der Namib Desert Lodge – einer Oase in Mitten des Niemandslandes. Dann zieht es mich weiter durch die Kalahari und zurück nach Windhuk. Als ich nach eineinhalb Tagen in der Hauptstadt das Flugzeug nach Johannesburg besteige, drehe ich mich noch einmal kurz um und denke an die Worte meiner Reisebekanntschaft. Er hatte recht behalten. Jeder Tag brachte neue Sensationen – und jetzt ist mein Tagebuch voller Impressionen und meine Kameraspeicherkarten sind prall gefüllt. Eines weiß ich jetzt schon: Hierher muss ich wiederkommen.

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Dünenklettern in Deadsvlei

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Abgestorbene Bäume in Deadsvlei

Mein Tipp:

Die beste Reisezeit für Namibia sind die europäischen Sommermonate Juli, August und September – dann herrrscht auf der Südhalbkugel Winter. Die temperaturen sind sehr angenehm – Tagesdurchschnitt liegt zwischen 18 und 25 Grad. Sobald die Sonne untergeht und die Nacht hereinbricht, wird es empfindlich kühler. Die Süd-Winternächte sorgen für einen erholsamen Schlaf.

FTI Touristik

NAMIBIA HIGHLIGHTS  Mietwagenrundreise

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18 Tage/16 Nächte

Eingeschlossene Leistungen:

•16 Übernachtungen lt. Ausschreibung (bei Verfügbarkeit, sonst gleichwertig)

•Umfangreiche Reiseunterlagen mit detaillierter Streckenbeschreibung in deutscher Sprache vor Ort
•Mahlzeiten lt. Ausschreibung
Nicht eingeschlossene Leistungen
•Mietwagen und Treibstoff

• Zusatzversicherungen

• Persönliche Ausgaben, wie z.B. zusätzliche Mahlzeiten, Getränke, Trinkgelder

•Eintrittsgelder und Nationalparkgebühren

•Optionale Ausflüge

 

8 Tage / 16 Nächte ab/bis Deutschland inkl. Mietwagen
p.P. ab € 2.389,-

oder

17 Tage / 16 Nächte ab/bis Windhoek inkl. Mietwagen
p.P. ab € 1.424,-

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Ein Stadtteil von Windhuk heißt Eros






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