Samstag , 20 Juli 2019
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Singapur: Weit mehr als nur eine Umsteigestation


Singapur ist weit mehr als eine blosse Umsteigestation auf dem Weg nach Bali oder Australien. Der Stadtsstaat der 2015 seinen 50. Jahrestag der Unabhängigkeit feiert, wartet mit einigen touristischen Sensationen auf. Absolutes Highlight ist und bleibt das vor vier Jahren eröffnete Marina Bay Sands mit seinem Dachgarten in 191 Metern über der City.

Ich hatte Anfang Dezember 2014 das Vergnügen, diese Lieblingsstadt von mir im Rahmen einer Pressereise zum fünften Mal zu besuchen. Seit meinem letzten Besuch hat sich einiges verändert.

Marina Bay Sands

Marina Bay Sands

„Singapur ist wirklich spannend“, meint der Österreicher Kurt Macher, der als Resident Manager im 5 Sterne Hotel Pan Pacific Marina Bay tätig ist. Die Lebensqualität sei hier höher als in den anderen asiatischen Staaten. Das gelte vor allem auch in Sachen persönlicher Sicherheit. Macher schätzt an Singapur vor allem die hohe Qualität in der Hotellerie und Gastwirtschaft. „Man kann hier bedenkenlos in den Straßenküchen essen, denn strenge Gesetze sorgen für die Hygiene. Zudem kann man das Leitungswasser trinken, was in den anderen tropischen Ländern nicht ratsam ist“, erklärte mir der freundliche Manager beim Dinner im hauseigenen China-Restaurant.

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Kurt Macher

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Das Atrium des Pan Pacific Hotel

 

 

 

 

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Der sanfte Riese: Erstkunde Singapore Airlines fliegt mit dem A380 von Singapur nach Frankfurt und weiter nach New York

Singapore Airlines fördern ihre Homebase

Dass immer mehr Gäste in den Stadtstaat an der Südspitze der malayischen Halbinsel besuchen, liegt auch an der Werbetrommel des nationalen Carrier Singapore Airlines, die Kunden mit der Aktion ‚Singapore-Stopover-Holidays’ speziell günstige Angebote für einen Zwischenaufenthalt bieten. Die Airline – übrigens Erstkunde des Airbus A380 – gehört seit Jahren zu den weltweit besten Fluglinien in Publikumscharts. Ich liebe diese Fluggesellschaft deshalb so sehr, weil es dort einfach das beste Essen gibt und weil sämtliche Mitarbeiter  um das Wohl der Passagiere besorgt sind und das auch zeigen. Selbst in der Economy-Class gibt es immer die Wahl zwischen drei verschiedenen Menüs. Ein Gericht ist immer asiatisch – für mich als Asia-Food-Afficionado ist das der ‚Himmel über der Erde‘.

Wie stolz man in Singapur auf die eigene Airline ist, zeigt sich etwa bei der großen Zahl von Bewerbungen bei den Flight-Attendants. Das hat uns auch Foo Juat Fang, die als Ausbildnerin und Cabin-Crew-Trainingsmanagerin tätig ist, deutlich gemacht: „Für Frauen ist die Ausbildung zu einem ‚Singapore Girl’ – wie die Stewardessen hier liebevoll genannt werden – erstrebenswert, denn dieser Job repräsentiert das erfolgreiche Unternehmen und genießt hohes Ansehen.“ Fang ist selbst als Stewardess tätig gewesen und kennt das Business in und auswendig. Mindestens zwei Stunden lang schminken sich die Singapore-Girls vor Dienstantritt. Distinguiert und nobel im Auftreten, edel im Gehen und sehr subtil in der Konversation mit den Gästen – das wird verlangt. „Die Mädchen sind stolz darauf, ein ‚Singapore Girl’ zu sein“, erzählt Fang. Es scheint als würden sie wie Schauspielerinnen – wenn sie die Uniform tragen – in eine völlig andere Rolle schlüpfen. Teil der Ausbildung ist ein sehr strikt gehandhabtes Kosmetikprogramm, bei dem die Mädchen lernen, wie man sich schminkt. Auch in Sachen Haarpracht sind die Ausbildner sehr streng: Mit dem Zentimetermaß wird die Haarlänge gemessen, denn es wäre unschicklich, wenn das Haar zu lange ist.

Affinität zum Shoppen und Essen

„Zwei Dinge lieben die Singapurer über alles: das ist das Essen und das Shoppen“, erzählt mir unser Reiseleiter Toon Teng. Ich muß ob dieser Aussage Schmunzeln. Das Shoppen ist ja nicht so sehr meines, das andere schon. Und Teng fährt mit meinem Lieblingssatz von Singapur fort: Man begrüßt einander mit der Frage „heute schon gegessen?“ Ja, ich konnte das nicht glauben – aber es ist tatsächlich so. Die Menschen hier essen dauernd – das haben sie mit den Hongkongern gemeinsam. Und seit einigen Jahren haben einige der berühmten Dim Sum Lokale aus Hongkong auch Filialen in Singapur eröffnet. Ist eigentlich logisch, denke ich mir….ohne diese herzerfrischenden Köstlichkeiten könnte ich gar nicht leben. „Die Mischung der verschiedenen Nationalitäten wie Chinesen, Inder, Malayen, Indonesier und Europäer haben sich auf die Küche Singapurs niedergeschlagen“, erklärt Toon und erwähnt die Hawker Centers, in denen man gutes Essen zu sehr niedrigen Preisen genießen kann. Was ich aber noch nicht kannte, war das extrem feine Peranakan-Restaurant „Blue Ginger“. Toon hat uns zuvor über den Begriff der Peranakan aufgeklärt – denn diese interkulturelle Verbindung zwischen Malayen und Chinesen ist die sooft erwähnte Mischung, die diese großartige Vielfalt erst möglich machte.

„Aber auch die Restaurants der großen Hotels bieten hervorragende Küche“, bestätigt mir Macher. Da sehr viel Singapurer Hochzeiten oder runde Geburtstage in Hotels begehen, legt man in der Hotellerie sehr großen Wert auf erstklassige Küchenchefs. Zudem sind die Einheimischen sehr strenge Kritiker, weil das Angebot an großartigen Gerichten im Stadtstaat so groß ist.

 High-Tech-Garten für Besucher

Stolz ist man in Singapur auch auf technische Innovationen. Die Singapurer sind einfach technikaffin. Das zeigt sich nicht nur in Sachen Heimelektronik –jeder hat das neueste zu Hause – sondern auch am Sitzplatz im A380 bei Singapore Airlines (man kann hier seine eigenen Geräte anstecken und sich Bilder ansehen oder die selbstgebrachte Musik anhören) und natürlich den Attraktionen in der Stadt. Allen voran ist es immer noch das Marina Bay Sands – kurz MBS genannt. Als wir am Donnerstag-Abend in die Bar im 55. Stockwerk fahren wollten, standen da bereits hunderte Leute angestellt. Der Rubel rollt also am Dachgarten. Dort ging aber auch die Post ab….Nur ein kleiner Teil des 340 Meter langen Dachs steht dem Publikum offen. Der Rest ist den Hotelgästen vorbehalten. Trotz allem ist das MBS eine architektonische Meisterleistung und seit seiner Eröffnung der Publikumsmagnet schlechthin. Das bestätigten sowohl Macher als auch Toon.

Doch es wäre nicht Singapur, gäbe es da nur eine Sensation: Am Fuße des MBS gibt es mit den Garden by the Bay gleich das nächste Highlight. Auf dem künstlich aufgeschütteten Land wurde ein 201 Hektar großer Park errichtet. Zu den Sensationen gehören hier zwei Glashausbiotope mit unterschiedlichen Klimazonen. Mit 1,28 Hektar Innenfläche ist der Flower Dome als größtes Glasgewächshaus der Welt ins Guinness-Buch der Weltrekorde von 2015 eingetragen worden. Alles in allem ist das ziemlich spekatakulär – ohne jedoch aufdringlich zu sein.

Sentosa-Island: Familienspaß ohne Ende

Auch auf Sentosa-Island, dem Freizeitpark der Singapurer – punktet man mit Entertainment. Hauptattraktionen sind neben dem Butterfly-Park, dem Wachsfigurenkabinett von Madame Tussauds auch die Underwater-World mit dem mittlerweile nur mehr zweitgrößten Aquarienbecken der Welt mit einem Fassungsvermögen von 18 Mio. Litern. Das Aquarium ist eine absolute Sensation – und hat mich als Unterwasserfreak natürlich total fasziniert. Leider hatten wir nur sehr beschränkt Zeit, uns all die Becken genau anzusehen. Dennoch habe ich auch hier wieder bemerkt, wie stolz man auf sein eigenes Land hier ist. Es ist aber auch kein Wunder: das relativ unbedeutende Hafenstädtchen hatte vor 50 Jahren – als es aus dem malaysischen Staatenbund ausgeschlossen wurde – schlechte Karten in der Hand. Mit sehr viel Anstrengungen hat man es geschafft, sich an die Weltspitze zu katapultieren – und zwar ohne über große Ressourcen zu verfügen. Immer noch wird ein Großteil der Nahrungsmittel importiert – ganz einfach deswegen, weil der Platz zum Anbau fehlt. Auch in Sachen Umweltschutz hat man Standards geschaffen, die es in der gesamten Umgebung nicht gibt. Mehrere Singapurer haben mir erzählt, dass der Singapore River noch vor 20 Jahren wie eine Kloake gestunken hat. Heute ist das Gewässer saniert. Der Stolz auf das kulturelle Erbe ist nach wie vor vorhanden. „Wir sind stolz auf die koloniale Geschichte, aber auch darauf, dass wir es in den vergangenen 50 Jahren von einer kleinen Hafenstadt zu einem hochentwickelten Wirtschaftsstandort mit hoher Lebensqualität für heute 5,5 Mio. Einwohner geschafft haben“, meint Toon. Im Sommer 2015 werden anläßlich der 50-Jahrfeiern zur Unabhängigkeit zahlreiche Events stattfinden.

Übrigens wurde Singapur vom Reiseführerverlag Lonely Planet http://www.lonelyplanet.com als die Top-Destination 2015 auserkoren. Die Gründe dafür sind die Vielzahl an außergewöhnlichen Attraktionen gepaart mit der reichen Geschichte, den Naturparks und seiner großartigen Küche.

 

Weitere Informationen:

Singapore Airlines – Königsklasse unter den weltweiten Airlines – bietet auch in der Economy-Class einen exzellenten Service. Sehr feines Catering und unfassbar tolles Bord-Entertainment-Programm. Es lohnt sich nach Aktionen Ausschau zu halten!

http://www.singaporeair.com

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Mein Hoteltipp:

Pan Pacific Marina Bay Singapore – 5 Stern -Luxus-Hotel pan-pacific7 Raffles Boulevard, Marina Square, Singapore 039595

Tel. +65 6336 8111
Email enquiry.ppsin@panpacific.com

-Das mehrfach prämierte China-Restaurant HAI TIEN LO befindet sich im 3. Stock des Hotels

 

Restauranttipps:

Blue Ginger Restaurant, 97 Tanjong Pagar Road, http://www.theblueginger.com

Erstklassige Peranakan-Küche mit feinen Spezialitätten, untergebracht in einem alten Kaufmannshaus

Long Beach Seafood Restaurant, Main Branch, 1018 East Coast Parkway http://www.longbeachseafood.com.sg

Bekannt für Krustentiere aller Art – ganz besonders für die Chili-Crab! Mehrere Outlets in Singapur!

Halia At Raffles Hotel, 1 Beach Road, #01-22/23, Raffles Hotel http://www.thehalia.com

Europäisch-Chinesische Fusionsküche vom Feinsten. Hier packt man die Chili-Crab über feine Spaghettini! Als Drink empfiehlt sich ein Singapore Sling (Hendricks Gin), der im altehrwürdigen Raffles-Hotel erfunden wurde.

 

Allgemeine Informationen  gibt es auf der Website des Tourism Board http://www.yoursingapore.com






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